Leverkusen ist die Macht am Rhein – Geniales Tor von Terrier

Bundesliga 2025/2026
Spieltag 14
Bayer 04 Leverkusen – 1. FC Köln
Das Bundesliga-Derby zwischen Leverkusen und Köln fand an diesem 14. Spieltag zum insgesamt 73. Mal statt, wobei die Werkself am Ende mit einem 2:0 als verdienter Sieger den Platz verließ. Martin Terrier schoss das 1:0 auf geniale Weise. Er gehörte nicht zur Startelf, wurde im Spielverlauf erst eingewechselt. Diese Einwechselung hat sich für Bayer 04 sehr gelohnt.
Der dänische Trainer Kasper Hjulmand hatte aus persönlichen Gründen unter der Woche in der Champions League Begegnung gegen Newcastle United FC gefehlt, war jedoch für das Bundesliga-Rheinderby gegen den 1. FC Köln wieder an der Seitenlinie verfügbar. Der Leverkusener Coach musste zwei heftige Ausfälle von Schlüsselspielern verkraften. Grimaldo konnte wegen muskulären Problemen nicht an der Partie teilnehmen. Stürmer Schick musste wegen einer Wunde am Sprunggelenk passen. Dafür waren Hofmann und Kofane gesetzt.
Kölns Trainer Lukas Kwasniok nahm zum ersten Mal in dieser Saison keine Veränderung vor und schickte dieselben elf Spieler wie im Spiel gegen St. Pauli an den Start.
Vor der Partie waren schätzungsweise 500 bis 600 FC-Fans aus der aktiven Szene aufgrund sehr intensiver Polizeikontrollen kurzfristig wieder abgereist, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Kurze Zeit nach Spielbeginn zeigten die Ultras von Leverkusen ihre Solidarität und verließen ebenfalls das Stadion. Wodurch das Nachbarschaftsduell deutlich leiser als üblich war. Den Domstädtern mangelte es daher bei diesem Derby an lautstarker Unterstützung.
Leverkusen dominierte die Situation, baute Druck auf und war immer präsent mit intensivem Gegenpressing und Ballgewinnen. Kofane hatte nach einem starken Hackenpass von Tillman jedoch eine zu ungenaue Ballvorlage, weshalb er aus spitzem Winkel am FC-Torwart Schwäbe scheiterte (9.). Arthur verzog wenig später (13.) – ebenso wie Tillman, dessen Schuss aus der Ferne knapp rechts am gegnerischen Tor vorbeiging (18.).
Die Gäste aus der Domstadt meldeten sich unterdessen lange nicht zu Wort, auch weil Stürmer Bülter in den ersten 45 Minuten nahezu abwesend war. Dennoch gelang es El Mala, Tillmann, der nicht schnell genug war, abzuhängen. Mit seinem Querpass fand er Waldschmidt, der hereingelaufen kam und sich rechts von Flekkens Tor befand. Der Zielspieler verfehlte bei seinem Abschluss jedoch (21.) und hatte im weiteren Verlauf mit einem Schuss auch kein Glück gegen eine starke Parade vom holländischen Keeper (28.).
Leverkusen hatte viel mehr Ballbesitz als die Kölner. Neben zwei Distanzschüssen des sehr aktiven Hofmann (zweimal 36.) kam noch etwas. Das hätte der Führungstreffer sein müssen. Nach einer Eckballflanke von Aleix Garcia setzte der völlig ungedeckte Andrich seinen Kopfball aus kurzer Distanz rechts am Tor von Schwäbe vorbei (34.). Damit verpasste er das sichere 1:0 für die Leverkusener. Der Mannschaftskapitän ärgerte sich sichtlich.
Auch Tillman musste sich nach der Pause ordentlich ärgern. Nach einem folgenschweren Patzer von Sebulonsen, war der US-Nationalspieler frei durch, schoss die Kugel jedoch aus kurzer Distanz vor dem Torwart des FC, viel zu hastig über das Tor (48.). Wenig später scheiterte Maza aus spitzem Winkel an einem starken Reflex des Kölner Torwarts (50.), während Kofane einen kräftigen Kopfball versuchte (55.). Der eingewechselte Maina sorgte für ein wenig Gefahr in Minute 59 bei den Gästen.
In der 66. Minute war es endlich soweit: Joker Terrier erzielte mit einem Traumtor für die Werkself die verdiente Führung. Arthur schlug eine Flanke, nach dem der eingewechselte Stürmer sich eigentlich schon etwas zu weit vorne positioniert hatte. Doch dann vollzog er in einem eleganten Stil mit seinem rechten Absatz einen Kunstschuss: Er beförderte den Ball in hohem Bogen über Schwäbe ins Netz.
Sechs Minuten später erzielte Andrich nach einer Aleix-Garcia-Eckballflanke per Kopf den entscheidenden Treffer zum 2:0 (72.). Schwäbe verhinderte zuvor mit einer großartigen Reaktion ein beinahe strafbares Eigentor von Joker Ache (71.). Der Leverkusener Angreifer Sarco, der später ins Spiel kam, vergab ebenfalls eine vielversprechende Gelegenheit (79.), ebenso wie der eingewechselte Belocian (90.+1).
Leverkusen erspielte sich somit ein verdientes 2:0 und steht wieder auf Tabellenplatz vier in der Fußball-Bundesliga.
Aufstellung
Bayer 04 Leverkusen
Flekken, Quansah, Hofmann, Andrich, Tillmann, Tapsoba, Arthur, Poku, García, Maza, Kofane
Trainer: Kasper Hjulmand
1. FC Köln
Schwäbe, Krauß, Martel, Waldschmidt, Huseinbasic, S. El Mala, Kaminski, Sebulonsen, Thielmann, Bülter, van den Berg
Trainer: Lukas Kwasniok

Verletzte Spieler
Bayer 04 Leverkusen
– Palacios / Zentrales Mittelfeld (Adduktorenverletzung)
– Vázquez / Rechter Verteidiger (Muskuläre Probleme)
– Schick / Stürmer (Sprunggelenkverletzung)
– Grimaldo / Linker Verteidiger (Blessur)
1. FC Köln
– Kilian / Innenverteidiger (Kreuzbandriss)
– Hübers / Innenverteidiger (Knieverletzung)
– M. El Mala / Mittelstürmer (Muskelriss)
– Schmied / Innenverteidiger (Oberschenkelverletzung)
– Heintz / Innenverteidiger (Muskelfaserriss)
Schiedsrichter: Harm Osmers
Assistent 1: Dominik Schaal
Assistent 2: Nikolai Kimmeyer
VAR: Robert Schröder
Tore
1 – 0 Terrier 66ʹ
2 – 0 Andrich 72ʹ
Am 15. Spieltag der Fußball-Bundesliga spielt der 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion gegen Union Berlin.
Bayer 04 Leverkusen ist zu Gast bei RB Leipzig.