Ein Hackerangriff auf das dänische Melderegister betrifft nach Angaben des zuständigen Ministeriums Daten von 8,8 Millionen Menschen. Das wurde am Montag bekannt. Die erfassten Angaben umfassen Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern von lebenden und verstorbenen Personen.
Das Register enthält insgesamt Einträge zu rund elf Millionen Menschen. Die Zahl der betroffenen Datensätze ist daher nicht mit der Zahl gegenwärtig in Dänemark lebender Einwohner gleichzusetzen. Personen mit besonders geschütztem Namen und geschützter Adresse sollen laut Ministerium nicht betroffen sein.

Digitalministerin Christina Egelund bewertete den Vorfall als sehr schwerwiegend. Zu Tätern und möglichen weiteren Folgen lässt sich aus den bislang veröffentlichten Angaben keine gesicherte Aussage ableiten. Der neue Vorfall zeigt, welche Tragweite ein unbefugter Zugriff auf zentrale Verwaltungsdaten haben kann.