Ermittler sind am Dienstag gegen eine mutmaßliche Infrastruktur für Telefonbetrug vorgegangen. Nach Angaben der Berliner Polizei wurden Durchsuchungsbeschlüsse in Berlin und Hessen vollstreckt. Parallel durchsuchten Behörden in Nordrhein-Westfalen Anschriften von 14 weiteren Beschuldigten.
Die Verdächtigen sollen Dienste unterstützt haben, mit denen sich Anrufer als Banken oder Polizeibehörden ausgaben. Zu den Maßnahmen gehörten die Sicherstellung von Servern sowie die Abschaltung von Domains und Telegram-Konten. Die Ermittlungen betreffen den Verdacht der Beihilfe zum Computerbetrug.

Die Maßnahmen gehören zu einem seit Februar 2025 geführten Ermittlungsverfahren. Durchsuchungen und Festnahmen in Serbien Anfang Oktober waren eine frühere Phase. Den Beschuldigten wird die Bereitstellung von Telefoniediensten für betrügerische Anrufe vorgeworfen. Eine gerichtliche Entscheidung über ihre Schuld liegt damit noch nicht vor.