Die Presseverbände BDZV und MVFP wollen ihre Interessen gegenüber Politik und Regulierungsbehörden enger abstimmen. Die Zusammenarbeit wurde am 6. Oktober beim BDZV-Kongress in Berlin bekräftigt. Rund 150 Gäste nahmen nach Verbandsangaben teil.
Die beteiligten Verbandsspitzen setzen auf abgestimmte Positionen in Berlin und Brüssel. Anlass sind Veränderungen im digitalen Nachrichtenmarkt und die Verhandlungsmacht großer Technologieplattformen. Durch koordinierte Arbeit wollen die Organisationen den Forderungen ihrer Mitglieder mehr Gewicht verleihen.

Der BDZV nennt insbesondere den Umgang mit journalistischen Inhalten bei Google, Meta und Anbietern künstlicher Intelligenz. Kartellrecht, fairer Wettbewerb und das Leistungsschutzrecht gehören zu den Themen, bei denen die Verbände gemeinsame Forderungen entwickeln wollen.
Die Mitteilung beschreibt die Position der Verlage. Sie kündigt eine engere Zusammenarbeit an, aber keine bereits beschlossene gesetzliche Änderung. Ziel der Verbände ist es, die Finanzierung unabhängiger journalistischer Angebote im digitalen Markt zu sichern.