Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg hat am Mittwoch ein Prozess wegen der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines begonnen. Angeklagt ist der 50-jährige Ukrainer Serhii K.
Die Anklage wirft ihm vor, eine an den Sprengungen beteiligte Gruppe geführt zu haben. Zu den Vorwürfen zählen auch Kriegsverbrechen. Der Angeklagte schwieg zum Auftakt. Sein Verteidiger verwies darauf, dass ihm eine militärische Aussagegenehmigung fehle.

Die Explosionen ereigneten sich im September 2022. Der aktuelle Anlass ist der Beginn der gerichtlichen Verhandlung, nicht ein neuer Anschlag. Das Gericht muss die Vorwürfe und ihre rechtliche Einordnung prüfen; eine Verurteilung steht damit nicht fest. Die Verhandlung soll Ende Oktober fortgesetzt werden.