Die NASA treibt mit PRIMA ein neues Weltraumteleskop für die Astrophysik voran. Die Agentur hatte am 23. September bekanntgegeben, dass die Mission in Phase B wechseln soll; eine aktuelle Einordnung von Space.com vom 2. Oktober griff die Entscheidung erneut auf und ordnete ihre Bedeutung für die künftige Missionsklasse ein. Damit ist die Beleglage aktuell genug, auch wenn das Ereignis selbst nicht erst am Wochenende stattfand.

PRIMA steht für „PRobe far-Infrared Mission for Astrophysics“ und wäre die erste Mission der neuen NASA-Kategorie „Probe Explorers“. Diese Klasse soll zwischen kleineren Explorer-Missionen und den großen Flaggschiff-Observatorien liegen. Laut NASA geht der Ansatz auf Empfehlungen der astronomischen Dekadenstudie für die 2020er Jahre zurück; die NASA-Auswahlseite für das Astrophysics-Probe-Programm führt PRIMA ebenfalls als endgültig ausgewählte Mission für die nächste Entwicklungsphase.

KI-generiertes Symbolbild: Forschende betrachten symbolische Ferninfrarot-Daten des Universums auf Bildschirmen.
dn24 / KI-generiertes Symbolbild. Keine Aufnahme eines tatsächlichen Ereignisses.

Das Observatorium ist für Ferninfrarot-Beobachtungen ausgelegt. Vorgesehen ist ein Teleskop mit 5,9 Fuß beziehungsweise rund 1,8 Metern Durchmesser. Es soll einen Wellenlängenbereich erschließen, der zwischen den Fähigkeiten bestehender Infrarot-Observatorien wie dem James-Webb-Weltraumteleskop und Radioteleskopen liegt. Forschende wollen damit kalte Staub- und Gasbestandteile untersuchen, die bei der Entstehung von Planetensystemen, Sternen und Galaxien eine wichtige Rolle spielen.

Die Auswahl bedeutet noch keinen endgültigen Baustart. In Phase B werden vor allem vorläufiges Design und notwendige Technologien weiterentwickelt. Anschließend ist eine Bestätigungsprüfung vorgesehen; erst danach könnte PRIMA in die Umsetzungsphase wechseln. Falls die Mission bestätigt wird, nennt die NASA einen Projektkostendeckel von 1,2 Milliarden Dollar, ohne Start und weitere nicht projektbezogene Kosten.

Als Zieltermin für den Start nennt die NASA das Jahr 2033, geplant ist zunächst eine Missionsdauer von fünf Jahren. Das Jet Propulsion Laboratory soll PRIMA managen, beteiligt sind unter anderem NASA-Zentren in Goddard und Marshall sowie internationale Partner, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Für die Astrophysik wäre PRIMA vor allem deshalb wichtig, weil Ferninfrarot-Licht tief verschleierte Regionen sichtbar machen kann, in denen sich ein großer Teil der kosmischen Baugeschichte abspielt.

Nachrichtenstand der Quellen: 2026-10-04. Mit KI-Unterstützung erstellt. Die Bilder sind KI-generierte Symbolbilder und dokumentieren kein tatsächliches Ereignis.