Was nach einer gewaltigen Kollision im All zurückbleibt, kann etwas über junge Planetensysteme verraten. Die NASA hat am 1. Oktober neue Ergebnisse zu 21 sogenannten extremen Trümmerscheiben vorgestellt. Ein Team um Kate Su vom Space Science Institute untersuchte warme Staubwolken in der Nähe ihrer Sterne. Solche Zonen sind für die Entstehung felsiger Planeten besonders interessant.

Die Auswertung verbindet ältere Messungen des Weltraumteleskops Spitzer mit Beobachtungen von James Webb. Die untersuchten Scheiben fallen durch kleine Staubteilchen, vergleichsweise hohe Temperaturen und wechselnde Helligkeit auf. In etwa einem Drittel fand das Team viel Siliziumdioxid; bei den übrigen war dessen Anteil geringer. Aus den Mineralien lassen sich unterschiedliche Entstehungsszenarien ableiten.

Mineralproben in behandschuhten Händen vor einem Laborarbeitsplatz.
Mineralproben in behandschuhten Händen vor einem Laborarbeitsplatz.

Die Forschenden bringen die siliziumdioxidreichen Scheiben mit energiereichen Zusammenstößen größerer, etwa marsgroßer Körper in Verbindung. Andere Zusammensetzungen passen eher zu streifenden Kollisionen kleinerer Körper. Das sind Deutungen der Messdaten und keine unmittelbar aufgenommenen Bilder zusammenstoßender Planeten. Die begrenzte Stichprobe macht weitere Beobachtungen erforderlich.

Webb ist ein gemeinsames Projekt von NASA, ESA und der kanadischen Raumfahrtagentur. Seine Messungen im Infraroten ermöglichen unter anderem Untersuchungen von Staub und Molekülen, die für solche Fragen wichtig sind. Die neue Arbeit zeigt, wie die Zusammensetzung winziger Partikel Informationen über viel größere Vorgänge liefern kann. Eine fertige Rekonstruktion jedes untersuchten Planetensystems ergibt sich daraus noch nicht.

Redaktionsstand: 04.10.2026. Mit KI-Unterstützung erstellt. Die Bilder sind KI-generierte Symbolbilder und dokumentieren kein tatsächliches Ereignis.