Das 191. Münchner Oktoberfest ist am Sonntag mit einer vorläufigen Rekordbilanz zu Ende gegangen. Nach Schätzungen der Festleitung kamen an den 16 Festtagen bis einschließlich 4. Oktober rund 7,4 Millionen Menschen auf die Theresienwiese. Im Vorjahr waren es 6,5 Millionen gewesen. Die Oide Wiesn zählte demnach 447.000 Besucherinnen und Besucher.
Die Stadt führt den Zuwachs auch auf das spätsommerliche Wetter und eine stärkere Verteilung der Gäste über die Werktage zurück. Besonders montags bis donnerstags lagen die Besucherzahlen deutlich höher als 2025. Trotz des Andrangs habe es nach Angaben der Festleitung keine Überfüllungslage gegeben; an stark frequentierten Tagen seien Eingänge zeitweise umgeleitet oder kurz geschlossen worden.

Auch beim Konsum weist die Bilanz hohe Werte aus. Rund 6,7 Millionen Maß Bier wurden ausgeschenkt, alkoholfreie Getränke und alkoholfreies Bier wurden stärker nachgefragt. Beim Essen meldeten die großen Zelte ein Plus, während Schaustellerinnen und Schausteller zugleich von vielen Familien und teils zurückhaltenderem Ausgabeverhalten berichteten.
Die Sicherheits- und Rettungskräfte verzeichneten mehr Arbeit als im Vorjahr. Die Polizei kam nach dem bis 3. Oktober erhobenen Stand auf rund 1.600 Einsätze; als Schwerpunkt nennt die Stadt Rauschgiftverstöße. Die Aicher Ambulanz meldete 18,5 Prozent mehr Patientinnen und Patienten, zugleich blieb der Anteil der Transporte in Münchner Kliniken mit 1,1 Prozent gering. Die Feuerwehr sprach von 13 Einsätzen bis zum 3. Oktober.
Überschattet wurde die Wiesn von einem tödlichen Unfall eines Mitarbeiters am Fahrgeschäft „Hangover“. Die vorläufige Bilanz enthält außerdem Zahlen jenseits des Festbetriebs: Rund 4.000 Fundsachen wurden registriert, 105.000 Maßkrüge eingesammelt und 92 Tonnen Müll vom Gelände abgefahren. Die endgültigen Auswertungen einzelner Behörden folgen üblicherweise erst nach Abschluss der Nachbereitung.
Nachrichtenstand der Quellen: 2026-10-04. Mit KI-Unterstützung erstellt. Die Bilder sind KI-generierte Symbolbilder und dokumentieren kein tatsächliches Ereignis.