Archäologen haben bei Seddin in der Prignitz neue Hinweise auf einen möglichen bronzezeitlichen Ritualort vorgestellt. Über die am Mittwoch präsentierten Ergebnisse berichtete der rbb am Donnerstag.

Im Mittelpunkt steht ein annähernd rechteckiger Befund von etwa 10,6 mal 11,4 Metern. Große Keramikgefäße und verkohlte Tierknochen sprechen nach Einschätzung der Forschenden für besondere Handlungen an diesem Platz.

Eine Archäologin reinigt eine Keramikscherbe mit einem Pinsel.
Eine Archäologin reinigt eine Keramikscherbe mit einem Pinsel.

Die Deutung als Ritualort ist eine wissenschaftliche Interpretation, kein abschließend bewiesener Tempelfund. Das Team der Universität Göttingen und der brandenburgischen Landesarchäologie arbeitet noch bis zum 30. Oktober vor Ort. Die neuen Befunde erweitern den Blick auf das Umfeld des bereits seit 1899 bekannten Königsgrabs.