Ein neuer Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, bestimmte Nachweispflichten aus der Methanverordnung erst 2028 statt 2027 anzuwenden. Importeure fossiler Energieträger müssten dann später vergleichbare Standards zur Messung und Kontrolle belegen. Der Aufschub ist noch nicht beschlossen.

Der MDR berichtet am Donnerstag außerdem über Unterlagen zu Gesprächen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit Vertretern der Energiebranche. Zahlreiche Angaben seien geschwärzt; Gesprächsprotokolle fehlten. Reiche hatte sich bereits im Juni für eine Verschiebung ausgesprochen.

Eine Ingenieurin kontrolliert Messdaten an einer Gasanlage.
Eine Ingenieurin kontrolliert Messdaten an einer Gasanlage.

Das Wirtschaftsministerium erklärt, Gespräche mit Unternehmen gehörten zu den Aufgaben der Ministerin und begründeten keinen Interessenkonflikt. Positionen entstünden nicht aufgrund eines einzelnen Treffens. Im Streit stehen damit sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Umsetzung bereits geltender Klimaschutzregeln.