Vor der zweitägigen Klausur des CDU-Präsidiums am Sonntag und Montag verschärft sich die Debatte über den Umgang mit der AfD. Neue, am 10. Oktober veröffentlichte Aussagen aus der Union zeigen deutlich unterschiedliche Positionen.
CSU-Vize Manfred Weber spricht sich für eine veränderte politische Abgrenzung aus. Er kritisiert eine Debatte, die aus seiner Sicht zu sehr auf Ablehnung setze, und fordert stärkere Auseinandersetzung über Inhalte.

CDU-Vize Karin Prien verweist dagegen auf die bestehenden Unvereinbarkeitsbeschlüsse. Diese schließen Kooperationen und Koalitionen mit AfD und Linken aus. Auch Fraktionsvize Günter Krings sieht keinen Anlass, den Kurs aufzuweichen.
Die anstehenden Beratungen sollen Konsequenzen aus den jüngsten Wahlniederlagen behandeln. Einzelne Wortmeldungen sind dabei nicht mit einem neuen Parteibeschluss gleichzusetzen. Die heutige Entwicklung ist der offen ausgetragene Richtungsstreit vor Beginn der Klausur.