Ein am 8. Oktober vorgestellter Bericht zeichnet ein kritisches Bild für Amphibien in Berlin. Die Stiftung Naturschutz Berlin wertete Untersuchungen aus den Jahren 2016 bis 2023 aus. Dafür wurden mehr als 700 Gewässer und rund 13.000 Nachweise berücksichtigt.
Besonders auffällig ist der Rückgang großer Rufgemeinschaften. In den 1980er- und 1990er-Jahren waren 162 Standorte mit mehr als 100 rufenden erwachsenen Tieren bekannt. In der neuen Auswertung sind es noch 43.

Die Abnahme um 73,5 Prozent beschreibt die Zahl solcher großen Vorkommen. Sie bedeutet nicht, dass exakt dieser Anteil aller Berliner Amphibien verschwunden ist.
Als Belastungen nennt die Verwaltung unter anderem verlorene und zerschnittene Lebensräume sowie austrocknende Gewässer. Empfohlen werden die Wiederherstellung geeigneter Gewässer, bessere Verbindungen zwischen Lebensräumen und weitere Bestandsbeobachtungen. Die Daten sind älter; neu ist ihre jetzt veröffentlichte zusammenfassende Bewertung.