Das Statistische Bundesamt hat am 8. Oktober neue Zahlen zu den Krankheitskosten in Deutschland veröffentlicht. Danach beliefen sich die direkten Kosten im Jahr 2024 auf 528,5 Milliarden Euro. Das waren 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
Rechnerisch entsprach dies 6.330 Euro je Einwohner. Erfasst wurden unter anderem medizinische Versorgung, Pflege, Prävention und Rehabilitation. Indirekte Folgen wie Kosten durch ausgefallene Arbeitszeit gehören nicht zu dieser Summe.

Auf Menschen ab 65 Jahren entfielen 284,3 Milliarden Euro und damit 53,8 Prozent des Gesamtbetrags. Besonders hohe Ausgaben entstanden im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie psychischen Erkrankungen.
Die Veröffentlichung zeigt die Belastung des Gesundheitswesens in einem zurückliegenden Berichtsjahr. Sie erlaubt keine Aussage darüber, wie hoch die gesamten Krankheitskosten im laufenden Jahr 2026 bereits sind.