Forschende aus Jena, Düsseldorf und Delaware haben das genetische Potenzial einer Moorbakteriengemeinschaft untersucht. Die Universität Jena stellte die Ergebnisse am Freitag, 9. Oktober, vor. Die Fachpublikation erschien am 6. Oktober in Nature Communications.
In Torfproben aus dem Schlöppnerbrunnen-Moor im Fichtelgebirge wurden knapp 9.700 biosynthetische Gencluster gefunden. Solche zusammengehörigen Gene können an der Herstellung biologischer Naturstoffe beteiligt sein.

Die genetischen Möglichkeiten waren nur teilweise aktiv: Je nach Probe wurden neun bis 27 Prozent der gefundenen Cluster abgelesen. Genetisches Potenzial allein bedeutet deshalb noch keine tatsächlich produzierte Substanz.
Die Forschenden wollen besser verstehen, welche Umweltbedingungen solche Baupläne aktivieren. Aus den Ergebnissen lässt sich bislang weder ein neues Arzneimittel noch eine nachgewiesene Behandlung ableiten.