Eine am Freitag, 9. Oktober, veröffentlichte Studie der Universität Wien untersucht die dreidimensionale Organisation des Erbguts von Kraken, Kalmaren und Sepien. Die Arbeit erschien in Nature Communications.

Nach den Ergebnissen brachten umfassende Veränderungen des Genoms im Verlauf der Evolution zuvor entfernte DNA-Bereiche räumlich zusammen. Dadurch konnten neue Kontakte entstehen, die die Regulierung von Genen beeinflussen.

Zwei Biologen betrachten Genomdarstellungen an einem Bildschirm.
Zwei Biologen betrachten Genomdarstellungen an einem Bildschirm.

Nicht alle Strukturen reagierten gleich: Größere Bereiche blieben vergleichsweise stabil, während kleinere Schleifen beweglicher waren. Die Forschenden sehen darin einen möglichen Beitrag zur Entwicklung der komplexen Nervensysteme dieser Tiere.

Die Studie erklärt damit nicht abschließend, warum Kraken bestimmte Probleme lösen können. Sie legt vielmehr nahe, dass neben der Abfolge der Gene auch deren räumliche Anordnung evolutionäre Veränderungen mitprägt.