Das NS-Dokumentationszentrum in Köln ist in der Nacht zum Freitag mit Buttersäure angegriffen worden. Nach Angaben der Einrichtung waren alle drei Eingänge betroffen. Der Staatsschutz ermittelt; ein politischer Hintergrund wird geprüft.
Das Museum bleibt wegen der Folgen zunächst bis einschließlich Montag, 19. Oktober, geschlossen. Eine Wiederöffnung ist für Dienstag vorgesehen. Ob dieser Zeitplan gehalten werden kann, hängt von den weiteren Arbeiten vor Ort ab.

Am Freitagnachmittag kamen rund 50 Menschen zu einer Mahnwache zusammen. Das Zentrum erinnert im ehemaligen Gestapo-Hauptquartier an die nationalsozialistische Verfolgung. Wer hinter dem Angriff steckt und welches Motiv ausschlaggebend war, ist bislang nicht geklärt.