Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat eine neue Regel für die koordinierte Weltzeit beschlossen. Wie die ARD-Wissenschaftsredaktion am Freitag berichtet, darf die Abweichung von der astronomischen Zeit künftig bis zu einer Stunde betragen, bevor eine Anpassung nötig wird.
Bisher konnten zusätzliche Schaltsekunden Unterschiede zwischen gleichmäßig laufenden Atomuhren und der unregelmäßigen Erdrotation ausgleichen. Seit 1972 wurde diese Möglichkeit 27 Mal genutzt, zuletzt zum Jahreswechsel 2016/17.

Gerade für Datenbanken und Computernetze können solche Eingriffe Schwierigkeiten verursachen. Die neue Regel verlagert größere Korrekturen weit in die Zukunft; wie sie praktisch umgesetzt würden, ist noch offen. Die regelmäßige europäische Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit ist eine andere Frage.