Die Bundesregierung hat am 7. Oktober die geplante Übernahme von 80 Prozent der Hamburger Logistikfirma Zippel durch Cosco untersagt. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums bestätigte die Entscheidung nach der Kabinettssitzung.
Das Ministerium begründet sie mit Sicherheitsbedenken. Die Übernahme hätte nach seiner Einschätzung Abhängigkeiten vertieft und die Widerstandsfähigkeit deutscher und europäischer Lieferketten gefährdet.

Das Bundeskartellamt hatte den Erwerb bereits im Februar aus Wettbewerbssicht freigegeben. Die außenwirtschaftliche Prüfung beurteilt jedoch zusätzlich Risiken für öffentliche Ordnung und Sicherheit.
Zippel transportiert Waren mit Zügen, Schiffen und Lastwagen, unter anderem von den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven. Das Ministerium kündigte an, nun den formellen Untersagungsbescheid zu erlassen.