Verdächtige Nachrichten gehören für viele Beschäftigte zum digitalen Alltag. Zum Start des Europäischen Cybersicherheitsmonats hat die EU-Agentur ENISA am 30. September Ergebnisse einer Eurobarometer-Befragung vorgestellt. Demnach berichteten 74 Prozent der befragten Beschäftigten von verdächtigen E-Mails, Nachrichten, Anrufen oder Links innerhalb der vorangegangenen sechs Monate. Diese Zahl beschreibt Kontakte mit möglichen Angriffen, nicht 74 Prozent erfolgreich gehackte Personen.
Die Befragung zeigt zugleich ein ausgeprägtes Problembewusstsein: 83 Prozent sehen Cyberangriffe als ernsthafte Bedrohung, 82 Prozent halten wirksame Schutzwerkzeuge für wichtig. Regelmäßige Informationen zur Sicherheitsaufklärung erhalten jedoch nur 45 Prozent. Zwischen der wahrgenommenen Gefahr und kontinuierlicher Unterstützung im Berufsalltag liegt damit nach den veröffentlichten Angaben eine deutliche Lücke.

85 Prozent möchten ihre Kenntnisse verbessern. Als Hindernisse nennen die Befragten unter anderem fehlende Zeit und Kosten. ENISA stellt diese Ergebnisse in den Zusammenhang einer Kampagne, die Beschäftigte und ihre Fähigkeiten stärker in den Mittelpunkt rücken soll. Es geht dabei auch darum, Aufmerksamkeit und praktische Unterstützung im Arbeitsumfeld miteinander zu verbinden.
Der Europäische Cybersicherheitsmonat findet jedes Jahr im Oktober statt. Nach der offiziellen Übersicht arbeiten dabei Behörden, Unternehmen und weitere Organisationen an Veranstaltungen und Informationsangeboten zur digitalen Sicherheit zusammen. Der aktuelle Auftakt liefert einen konkreten Anlass, betriebliche Schulungen und verlässliche Ansprechstellen zu überprüfen. Einzelne Befragungswerte ersetzen allerdings keine Untersuchung der Sicherheitslage eines bestimmten Unternehmens.
Redaktionsstand: 04.10.2026. Mit KI-Unterstützung erstellt. Die Bilder sind KI-generierte Symbolbilder und dokumentieren kein tatsächliches Ereignis.