Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Montag eine vorgezogene Parlamentswahl für den 29. November angekündigt. Regulär wäre die nächste Wahl erst 2027 fällig gewesen. Die Entscheidung folgt auf das Scheitern von Vorhaben zur Bekämpfung der Wohnungskrise im Parlament.

Die Minderheitsregierung hatte am Freitag keine Mehrheit für ihre Pläne erhalten. Dazu gehörten nach dem ARD-Bericht ein längerer Schutz vor Zwangsräumungen und Änderungen bei befristeten Mietverträgen. Die Wohnungspolitik hatte zuvor bereits Proteste ausgelöst.

Menschen gehen an Wohnhäusern in einer spanischen Stadt entlang.

Neu ist nun die bestätigte Ankündigung des Regierungschefs. Bislang hatte dn24 über Demonstrationen und lediglich mögliche Neuwahlen berichtet. Mit dem konkreten Termin beginnt eine neue politische Phase; wie die künftigen Mehrheiten ausfallen, entscheidet sich erst bei der Abstimmung.