Die Bundeswehr geht nach Recherchen von WDR und Süddeutscher Zeitung von einer gestiegenen Gefahr russischer Sabotage gegen ihre Einrichtungen in Deutschland aus. In einer am 21. Oktober bekannt gewordenen internen Analyse werde die Bedrohung erstmals als erheblich eingestuft. Das entspricht der zweithöchsten Stufe der verwendeten Skala.

Hintergrund sind Untersuchungen zu einer bei Wunstorf entdeckten Drohne und zu Sprengstoff in deren Nähe. Der Fund selbst stammt aus dem September; das Fluggerät soll dort schon wesentlich länger gelegen haben. Die heutige Nachricht ist die daraus abgeleitete neue Gefahrenbewertung, kein heute verübter Anschlag.

Kontrolle eines geschlossenen Zufahrtstors.
Kontrolle eines geschlossenen Zufahrtstors.

Nach dem Bericht lässt sich die angenommene Gefahr nicht mehr auf einzelne Standorte begrenzen. Die Analyse rechnet mit einer kurzfristigen Verschärfung. Die darin formulierten Annahmen sind eine Sicherheitsbewertung; sie ersetzen keinen öffentlich abgeschlossenen Nachweis der Urheberschaft einzelner Vorfälle.