Rheinland-Pfalz will die Sprachkenntnisse von Kita-Kindern künftig nach einheitlichen Maßstäben erfassen. Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig stellte den Ansatz am Dienstag bei einem Besuch in Mainz vor. Aktuelle Berichte vom 20. und 21. Oktober beschreiben das Vorhaben zur verbindlichen Sprachstandserhebung.
Das Verfahren Sprache im Alltag beobachten, kurz SiAb, wird in rund 100 Kitas erprobt. Fachkräfte nutzen vertraute Situationen wie Kartenspiele, Bilderbücher und Gespräche, um sprachliche Fähigkeiten einzuschätzen. Dabei geht es unter anderem um Wortverständnis, Satzbildung und das Erkennen von Lautstrukturen.

Nach den angekündigten Plänen sollen Kinder im Alter von viereinhalb Jahren erfasst werden. Bis 2028 soll das noch in Entwicklung befindliche Verfahren in allen rund 2.800 Kitas des Landes zum Einsatz kommen. Die Beobachtung soll Hinweise auf Förderbedarf liefern; eine heute bereits flächendeckende Einführung ist damit nicht verbunden.