Die US-Justiz hat das Wohnhaus der demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar durchsuchen lassen. Über die Maßnahme wurde am Dienstag berichtet. Sie erfolgt wenige Wochen vor den Kongresswahlen und löst einen neuen Streit über den Umgang der Regierung mit politischen Gegnern aus.
Das Justizministerium erklärte gegenüber US-Medien, Beamte hätten einen gerichtlich genehmigten Durchsuchungsbefehl im Rahmen einer laufenden Bundesermittlung vollstreckt. Nach NBC News benannte das Statement Omar selbst allerdings nicht. Medien bringen die Maßnahme mit Einwanderungsunterlagen in Verbindung; eine Straftat ist damit nicht nachgewiesen.

Omar und führende Demokraten werfen der Regierung politische Einschüchterung vor. Omar erklärte, sie werde sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Über den konkreten Gegenstand der Ermittlungen machte das Ministerium in der zitierten Erklärung keine näheren Angaben.