Viele Versicherte stehen der Auswertung ihrer Gesundheitsdaten durch Krankenkassen kritisch gegenüber. In einer am Dienstag veröffentlichten forsa-Umfrage für den Verbraucherzentrale Bundesverband lehnen 57 Prozent eine solche Analyse ohne vorherige Nachfrage ab. 71 Prozent wussten nicht, dass entsprechende Auswertungen möglich sind.

Gemeint ist die gesetzlich erlaubte Analyse bestimmter Abrechnungsdaten, um Gesundheitsrisiken zu erkennen. Sie ist von einer allgemeinen Freigabe sämtlicher Gesundheitsinformationen zu unterscheiden. Der Verband fordert eine ausdrückliche Zustimmung und eine unabhängige Prüfung des Nutzens.

Frau bedient eine Smartwatch am Schreibtisch.
Frau bedient eine Smartwatch am Schreibtisch.

Geplante zusätzliche Möglichkeiten für Daten aus Patientenakten oder tragbaren Geräten sind Teil der politischen Debatte und keine bereits uneingeschränkt geltende Erlaubnis. Die Befragung umfasst 1.024 gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren und wurde vom 22. bis 24. September durchgeführt. Der aktuelle Anlass ist die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse.