Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, hat am Dienstag einen Bericht zur Lage von Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Sie fordert, den Schutz im digitalen Raum auszubauen und Risiken sexueller Gewalt stärker zu berücksichtigen.
Ein Schwerpunkt betrifft Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Laut Bericht hat etwa ein Viertel dieser Altersgruppe Cybergrooming erlebt: die gezielte Kontaktaufnahme von Erwachsenen mit Minderjährigen zur sexuellen Manipulation. Claus verlangt, dass das Strafrecht auch Jugendliche über 14 Jahren besser davor schützt.

Zur Prävention schlägt Claus ein Schulfach zur digitalen Welt vor, das Kompetenzen und den Umgang mit Risiken im Netz vermittelt. Außerdem fordert sie die Umsetzung bereits vorliegender Empfehlungen zum digitalen Kinder- und Jugendschutz. Bundesregierung und Bundestag müssen sich erstmals im Rahmen einer gesetzlichen Berichtspflicht mit ihrem Bericht befassen.