Die deutsche Weinernte fällt nach einer neuen Einschätzung des Deutschen Weininstituts deutlich kleiner aus als im langjährigen Mittel. Die am Dienstag gemeldete Schätzung liegt rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern aus zehn Jahren.

Die geringe Menge bedeutet aus Sicht des Instituts nicht automatisch eine schwache Qualität. Kleinere Beeren können konzentriertere Inhaltsstoffe enthalten. Wie sich das auf einzelne Weine auswirkt, hängt allerdings von Region, Rebsorte und Verarbeitung ab.

Frisch geerntete Weintrauben in einer Erntekiste.
Frisch geerntete Weintrauben in einer Erntekiste.

Die Schätzung beschreibt den aktuellen Stand der Erntebewertung und keine endgültig feststehende Produktionsmenge. Frühere Prognosen verwendeten teilweise andere Vergleichszeiträume. Für die Weinbetriebe treffen damit ein knapperer Ertrag und Erwartungen an die Qualität des Jahrgangs zusammen.