Die Technische Hochschule Mannheim hat am 6. Oktober das Forschungsprojekt OZON-EFF vorgestellt. Verena Fath und ihr Team wollen Arzneimittelrückstände aus kommunalem Abwasser entfernen und dabei den Bedarf an Energie und Ozon senken.
Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert den Forschungsstart mit 240.000 Euro. Geplant ist ein Rieselfilmreaktor: Wasser soll als dünne Schicht über ein Füllmaterial laufen, während Ozon in entgegengesetzter Richtung durch die Anlage geführt wird.

Der Ansatz soll den Kontakt zwischen Gas und Flüssigkeit verbessern. Ergänzende Mess- und Regelsysteme sollen helfen, die Ozonmenge am tatsächlichen Reinigungsbedarf auszurichten. Zunächst müssen die Forschenden einen Prototyp entwickeln und erproben.
Auch Energieverbrauch, Kosten und die Übertragbarkeit auf kommunale Kläranlagen gehören zum Projekt. Eine bereits bewiesene Einsparung oder ein fertiges Produkt kündigt die Hochschule nicht an. Die heute vorgestellte Forschung untersucht diese offenen Fragen erst.