Ein Forschungsvorhaben unter Leitung der Charité soll die Nutzung von Behandlungsdaten auf Intensivstationen verbessern. Die Universitätsmedizin stellte das Projekt am Montag vor. Geplant sind lernende Modelle, die Routinedaten prüfen, einordnen und nachvollziehbare Unterstützung für Entscheidungen liefern.
Auf Intensivstationen entstehen laufend Vitalwerte, Laborbefunde, ärztliche Notizen und Medikamentenpläne. Das Projekt will diese unterschiedlichen Informationen einheitlicher aufbereiten. Ein Ziel ist, Warnzeichen etwa für eine drohende Kreislaufinstabilität früher erkennbar zu machen und die Grundlage einer Einschätzung offenzulegen.

Die klinische Verantwortung soll bei Ärztinnen und Ärzten bleiben. Die Ankündigung beschreibt ein Forschungsziel, nicht den Nachweis eines bereits flächendeckend eingesetzten Systems. Wie zuverlässig die geplanten Empfehlungen im Behandlungsalltag funktionieren, muss im weiteren Projektverlauf überprüft werden.