Zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober fordert die Weltgesundheitsorganisation mehr Beteiligung von Menschen mit eigenen Krankheitserfahrungen. Die diesjährige Kampagne soll ihre Perspektiven stärker in Entscheidungen über Hilfen und Versorgung einbringen.
Nach Darstellung der WHO reicht es nicht, Betroffene nur ihre Geschichte erzählen zu lassen. Sie sollen an der Entwicklung, Umsetzung und Bewertung von Angeboten beteiligt werden. Auch selbst organisierte Unterstützung erhält dabei besonderes Gewicht.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung im vertrauten Lebensumfeld. Der Übergang von langfristiger Unterbringung in Einrichtungen zu gemeindenahen Hilfen muss nach Ansicht der WHO sorgfältig geplant und finanziert werden.
Die Kampagne richtet sich an Regierungen, Gesundheitsdienste und Organisationen. Persönliche Erfahrung wird als zusätzliche Form von Wissen anerkannt. Der heutige Aktionstag verbindet damit Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit mit konkreten Forderungen nach Beteiligung und Wahlmöglichkeiten.