Zu Beginn der Atemwegssaison bleibt offen, wie früh und stark eine Grippewelle Deutschland treffen wird. In der am 10. Oktober veröffentlichten Einordnung der tagesschau betonen Fachleute, dass internationale Beobachtungen keine sichere Vorhersage erlauben.

Das Robert Koch-Institut meldete im Wochenbericht vom 7. Oktober für die Woche vom 28. September bis 4. Oktober insgesamt moderate Atemwegsaktivität. Im stationären Bereich lag sie niedrig. Häufig waren Rhino- und Parainfluenzaviren.

Eine Labormitarbeiterin untersucht eine Wasserprobe.
Eine Labormitarbeiterin untersucht eine Wasserprobe.

Influenza, RSV und SARS-CoV-2 waren in den untersuchten Systemen noch auf niedrigem Niveau. Zugleich beobachtete das RKI zuletzt einen allmählichen Anstieg der Influenza- und SARS-CoV-2-Aktivität. Diese Daten betreffen die genannte Berichtswoche, keine Messung von heute.

Fachleute verweisen außerdem auf Lücken beim Impfschutz gefährdeter Gruppen. Den Verlauf der kommenden Monate beurteilen sie vorsichtig. Die vorhandenen Hinweise rechtfertigen weder eine Entwarnung für die gesamte Saison noch die Behauptung, die Grippewelle habe bereits begonnen.