Der Bundestag hat am 8. Oktober erstmals über die geplante Einkommensteuerreform beraten. Finanzminister Lars Klingbeil verteidigte den Entwurf als Entlastung für kleine und mittlere Einkommen sowie Familien.
Für 2027 und 2028 wird eine Bruttoentlastung von insgesamt zehn Milliarden Euro genannt. Dabei handelt es sich um die im Vorhaben vorgesehene Größenordnung, nicht um eine bereits ausgezahlte Summe.

Die Union verlangt stärkere Anpassungen an die Inflation. Dahinter steht die kalte Progression: Steigende nominale Einkommen können die Steuerbelastung erhöhen, obwohl die Kaufkraft nicht entsprechend zunimmt.
Grüne und Linke kritisieren dagegen die Verteilung der Vorteile, insbesondere das Verhältnis zwischen steuerlichen Kinderfreibeträgen und Kindergeld. Die heutige erste Beratung ist noch kein Gesetzesbeschluss. Welche Regeln letztlich gelten und wie einzelne Haushalte betroffen sind, hängt vom weiteren parlamentarischen Verfahren ab.