Deutschland und Frankreich wollen die europäischen CO₂-Vorgaben für Neuwagen ab 2035 abschwächen. Nach der am Freitag bekannt gewordenen Verständigung soll die Reduktion der Emissionen gegenüber 2021 künftig 90 statt 100 Prozent betragen.
Damit würden unter bestimmten Bedingungen auch nach 2035 neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor möglich bleiben. Die Verständigung der beiden Regierungen ändert das bestehende EU-Recht jedoch noch nicht. Dafür ist ein europäisches Gesetzgebungsverfahren erforderlich.

Zum gemeinsamen Kurs gehört außerdem, die Produktion in Europa bei Förderungen stärker zu berücksichtigen. Kritiker befürchten zusätzliche Unsicherheit für Unternehmen, die bereits auf elektrische Antriebe gesetzt haben. Welche konkreten Fahrzeugmodelle später zulässig wären, ist mit der politischen Einigung noch nicht abschließend geregelt.