Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes August Hanning ist am 7. Oktober in Untersuchungshaft gekommen. Der Bundesgerichtshof ordnete die Haft nach seiner Festnahme am Vortag an, berichtet die tagesschau. Gegen den 80-Jährigen wird wegen Spionagevorwürfen ermittelt.

Nach Darstellung der Ermittler soll Hanning vertrauliche Unterlagen von einem ehemaligen BND-Mitarbeiter erworben haben. Anschließend soll er sie mit einem Mitarbeiter eines ausländischen Sicherheitsdienstes ausgewertet haben.

Geschlossene Akten und eine Lesebrille auf einem Schreibtisch.
Geschlossene Akten und eine Lesebrille auf einem Schreibtisch.

Ob die Ergebnisse tatsächlich beim vorgesehenen Empfänger ankamen, ist nach dem Bericht offen. Auch der ehemalige BND-Mitarbeiter sitzt in Untersuchungshaft.

Die Haftentscheidung ist keine Verurteilung. Die Vorwürfe müssen im weiteren Verfahren geklärt werden; für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.