Eine am Dienstag veröffentlichte Recherche von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung berichtet über ungewöhnliche Satellitenmanöver. Ein chinesischer Satellit mit der Bezeichnung TJS-20 soll sich einem westlichen Kommunikationssatelliten von Inmarsat angenähert haben, den auch die Bundeswehr nutzt.

Die Beobachtungen reichen über mehrere Monate zurück. Neu ist ihre öffentliche Bekanntmachung. Das Unternehmen Aldoria, das Objekte im Weltraum verfolgt, bestätigte laut Recherche eine Annäherung auf ungefähr 100 Kilometer. In Sicherheitskreisen wird befürchtet, dass vertrauliche Kommunikation ausgespäht werden könnte.

Techniker überprüft Geräte einer Kommunikationsstation.
Techniker überprüft Geräte einer Kommunikationsstation.

Aus der Nähe der Flugbahnen allein folgt jedoch kein Beweis, dass Daten tatsächlich abgefangen wurden. Die chinesische Botschaft und der Betreiber Viasat beantworteten die Anfragen der Recherche nach deren Darstellung nicht. Die Bundeswehr machte keine näheren Angaben zu ihrem operativen Umgang mit dem Vorgang.