Ein Forschungsteam hat neue Ergebnisse zur Chemie des superschweren Elements Seaborgium vorgestellt. Wie das GSI Helmholtzzentrum am Mittwoch mitteilte, bindet die Verbindung Seaborgiumhexacarbonyl schwächer als das entsprechende Molekül des leichteren Elements Wolfram.

Die Forschenden untersuchten Verbindungen, bei denen sechs Kohlenmonoxidmoleküle an ein Metallatom gebunden sind. Für Seaborgium kehrt sich dabei ein zuvor erwarteter Trend innerhalb der Elementgruppe um. Nach der Auswertung spielen relativistische Effekte auf die Elektronen eine entscheidende Rolle.

Metallische Komponenten einer wissenschaftlichen Messanlage.
Metallische Komponenten einer wissenschaftlichen Messanlage.

Die Experimente mussten mit einzelnen, kurzlebigen Atomen arbeiten. Das Ergebnis erweitert die Grundlagenkenntnisse über chemische Bindungen am schweren Ende des Periodensystems. Es handelt sich um Grundlagenforschung; eine unmittelbar verfügbare industrielle Anwendung wird damit nicht vorgestellt.