Ein zugelassener Ebola-Impfstoff kann beim Menschen T-Zellen hervorrufen, die im Labor auch auf das verwandte Bundibugyo-Virus reagieren. Das berichtet das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung am Mittwoch zu einer neuen Studie.
Untersucht wurden Blutproben von 20 geimpften Personen 28 Tage nach der Impfung. Bei 13 von ihnen fanden die Forschenden eine T-Zell-Reaktion auf Bundibugyo. Auf das Ebola-Virus selbst reagierten Proben von 16 Personen, auf das Sudan-Virus Proben von sieben.

Diese Kreuzreaktion ist ein immunologischer Befund und noch kein Nachweis, dass die Impfung Erkrankungen durch Bundibugyo verhindert. Für diese Virusart gibt es keinen eigens zugelassenen Impfstoff. Weitere Untersuchungen müssen klären, welche Bedeutung die beobachteten Reaktionen für einen tatsächlichen Schutz haben.