Verkehrsminister Steffen Bilger hat erstmals konkrete Erwartungen zur möglichen Kostenentlastung durch die geplante Führerscheinreform genannt. Nach am Freitag, 9. Oktober, berichteten Verbandsprognosen könnten mehrere Hundert Euro eingespart werden, im günstigsten Fall bis zu 1.000 Euro.

Bilger betonte regionale Unterschiede und den unterschiedlichen Bedarf an Fahrstunden. Die genannte Obergrenze ist deshalb keine zugesicherte Ersparnis für jeden Fahrschüler.

Erwachsene lernen am Laptop in einer Fahrschule.
Erwachsene lernen am Laptop in einer Fahrschule.

Der bereits im Mai vom Kabinett beschlossene Entwurf sieht weniger verpflichtende Sonderfahrten, einen kleineren Fragenkatalog und vollständig digitalen Theorieunterricht vor. Das Verkehrsministerium nennt derzeit durchschnittliche Führerscheinkosten von 3.400 Euro.

Bundestag und Bundesrat müssen noch entscheiden. Bei einer Zustimmung könnten Änderungen 2027 greifen. Während der ADAC die Reform unterstützt, warnen Fahrlehrer vor einem möglichen Verlust an Ausbildungsqualität.