Öko-Test hat 21 Kombinationspräparate mit Zink und Vitamin C untersucht und die große Mehrheit schlecht bewertet. Nach dem am 29. Oktober vorgestellten Test für die November-Ausgabe erhielten 16 Produkte die Noten mangelhaft oder ungenügend. Die beste vergebene Gesamtnote war befriedigend.
Die Tester kritisieren unter anderem überhöhte Dosierungen. Fünf Präparate enthielten nach dem von ZDFheute wiedergegebenen Ergebnis 1.000 Milligramm Vitamin C je Tagesdosis. Das entspreche dem Vierfachen der vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlenen Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel. Keines dieser Produkte schnitt besser als mangelhaft ab.

Daneben flossen fehlende Hinweise auf Wechselwirkungen und problematische Werbeaussagen in die Bewertung ein. Untersucht wurde insbesondere der Nutzen für gesunde Menschen; ein ärztlich festgestellter Mangel ist davon zu unterscheiden. Das Testergebnis ist deshalb keine individuelle Therapieempfehlung. Es zeigt vor allem, dass frei verkäufliche Kombinationen und hohe Dosierungen nicht automatisch einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen bedeuten.