Rund 2,6 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte haben 2025 in Deutschland gelebt. Das teilte das Statistische Bundesamt am 29. Oktober anlässlich des bevorstehenden 65. Jahrestags des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens mit. Knapp die Hälfte der erfassten Personen besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit.

Mit einem Anteil von 3,2 Prozent bilden Menschen türkischer Herkunft nach dieser Abgrenzung die größte Bevölkerungsgruppe mit Einwanderungsgeschichte. Die Statistik verwendet dafür eine konkrete Definition: Erfasst wird, wer selbst oder wessen beide Eltern seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Teilnehmende in einem Sprachkursraum.
Teilnehmende in einem Sprachkursraum.

Das Anwerbeabkommen von 1961 regelte die Entsendung von Arbeitskräften. Die Zuwanderung beschränkte sich jedoch nicht auf diese erste Phase: Etwa ein Drittel der aus der Türkei Eingewanderten kam nach den Angaben zwischen 1974 und 1989. Die neu veröffentlichten Werte beziehen sich auf die in Deutschland lebende Bevölkerung und dürfen nicht mit der Zahl neu zugezogener Menschen im Jahr 2025 verwechselt werden.