Die Zahl der Privathaushalte in Deutschland könnte bis 2050 zurückgehen, während zugleich mehr Menschen allein leben. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte neue Haushaltsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.
Bei einer moderaten Bevölkerungsentwicklung oder einer relativ alten Bevölkerung sinkt die Haushaltszahl nach den Modellrechnungen von 41,8 Millionen im Ausgangsjahr 2024 auf 40,9 bis 39,7 Millionen. Das entspräche einem Rückgang um zwei bis fünf Prozent.
Die Zahl der Einpersonenhaushalte steigt dagegen in den untersuchten Varianten von 17,9 Millionen auf 18,5 bis 19,2 Millionen. Damit würde etwa jede vierte Person in Privathaushalten allein wohnen. Besonders bei Menschen ab 60 Jahren erwartet Destatis mehr Einpersonenhaushalte.
Die Ergebnisse sind Szenarien unter bestimmten Annahmen zu Geburten, Lebenserwartung und Zuwanderung. Sie sind keine unveränderliche Vorhersage. Bei einer relativ jungen Bevölkerung bliebe die gesamte Haushaltszahl 2050 sogar leicht über dem Ausgangswert. Die neuen Zahlen beschreiben langfristige Strukturen und keine heute bereits eingetretene Entwicklung.