Kulturinstitutionen brauchen nach Auffassung der Kulturstiftung des Bundes Vertrauen und eigene Handlungsspielräume. Ihre künstlerische Direktorin Katarzyna Wielga-Skolimowska vertrat diese Position am 6. Oktober bei einer Tagung in Halle.
Die Konferenz der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen beschäftigt sich mit Traditionen und Ideen für polarisierte Zeiten. Veranstaltungsort sind die Franckeschen Stiftungen. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen kultureller Einrichtungen und ihr Verhältnis zur Öffentlichkeit.

Die Stiftung betont, dass sich Museen, Theater und andere Häuser in unterschiedlichen Situationen befinden. Eine einheitliche Lösung für alle Institutionen greife deshalb zu kurz. Neue Modelle müssten mit den jeweiligen Aufgaben und Bedingungen verbunden werden.
Als Hintergrund nennt die Stiftung ihre Förderung von 23 ostdeutschen Projekten mit insgesamt 3,8 Millionen Euro im Jahr 2026. Die heutige Stellungnahme ist eine kulturpolitische Positionierung. Sie bedeutet keine neu beschlossene allgemeine Förderzusage für jedes einzelne Haus.