Eine neue Analyse von KfW Research befasst sich mit einem Widerspruch auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Viele Menschen suchen Arbeit, während Unternehmen Schwierigkeiten haben, Stellen zu besetzen. Die Veröffentlichung wurde am 3. November vorgestellt.
Für 2025 nennt die KfW 1,1 Millionen offene Stellen und 4,6 Millionen Arbeitsuchende. Zugleich waren demnach rund 360.000 Stellen schwer zu besetzen. Diese Werte gehören zum untersuchten Vorjahr; sie beschreiben nicht die Zahl der offenen Stellen am heutigen Tag.
Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass eine große Zahl suchender Menschen allein noch nicht jede konkrete Personalnachfrage erfüllt. Entscheidend ist auch, wie verfügbare Arbeitskräfte und Anforderungen einzelner Stellen zusammenkommen. Die KfW richtet ihren Blick deshalb auf die Frage, welchen Beitrag der Staat dabei leisten kann.
Neu ist die heute veröffentlichte Einordnung in der Reihe „Fokus Volkswirtschaft“. Sie ersetzt keine aktuelle Arbeitsmarktstatistik und nennt in der Kurzvorstellung auch keinen neuen staatlichen Beschluss. Ihr Ausgangspunkt ist die bessere Zusammenführung von Arbeitssuchenden und offenen Stellen.