Serbiens Studierendenbewegung sucht im aktuellen Wahlkampf den direkten Kontakt auch außerhalb der Städte. Eine am 10. Oktober veröffentlichte ARD-Reportage begleitet junge Menschen auf einer mehrtägigen Fahrradtour durch konservativ geprägte Orte südwestlich von Belgrad.
Die Bewegung tritt bei der für den 25. Oktober angesetzten Wahl gegen das Lager Aleksandar Vucics an. Sein Rücktritt Ende September und die Ansetzung vorgezogener Wahlen bilden den Hintergrund der jetzigen Kampagne.

Die Reportage beschreibt Begegnungen mit Unterstützern und politischen Gegnern. Studierende berichten zudem von Druck auf Menschen, die sich öffentlich gegen Vucic stellen. Rechtsstaatlichkeit gehört zu den Anliegen ihrer Bewegung.
Umfragen sehen die Studentenliste dem Bericht zufolge auf Augenhöhe mit dem Vucic-Lager. Das ist eine Momentaufnahme und kein Wahlergebnis. Die aktuelle Entwicklung ist der konkrete Wahlkampf vor der Abstimmung, nicht der Beginn der Proteste vor zwei Jahren.