Ein Jahr nach Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen beschreibt eine neue ARD-Reportage vom 10. Oktober anhaltend schwierige Lebensbedingungen. Menschen berichten von verschlissenen Zelten, unsicherer Wasserversorgung und der Hoffnung auf ein normales Leben.
Nach den im Bericht angeführten UN-Angaben leben etwa 1,5 Millionen Menschen in Zelten oder Notunterkünften. Der bevorstehende Winter verschärft ihre Sorgen. Beschäftigung und eigene Einkommensmöglichkeiten fehlen vielerorts.

Eine Mitarbeiterin des Internationalen Roten Kreuzes erklärt, dass beschädigte Infrastruktur den Zugang zu Wasser weiter erschwere. Viele Familien seien auf Hilfsorganisationen angewiesen. Auch Schule und Gesundheitsversorgung funktionierten nur eingeschränkt.
Die Waffenruhe hat die Not damit nicht beendet. Angriffe werden weiterhin gemeldet; die Umsetzung der politischen Vereinbarungen bleibt umstritten. Die heutige Bestandsaufnahme richtet den Blick auf die gegenwärtige Versorgung und die Bilanz nach einem Jahr.