Neue, am 11. Oktober berichtete Regierungsangaben zeigen wieder längere Verfahren bei Klagen gegen Asylentscheidungen. Im ersten Halbjahr 2026 dauerte ein Verfahren durchschnittlich 15,3 Monate. Die Daten stammen aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei.
Für 2025 hatte die Bundesregierung zuvor 14,3 Monate genannt, allerdings noch ohne Dezemberdaten. Der Vergleich ist deshalb nur eingeschränkt möglich. 2021 lag die durchschnittliche Dauer bei 26,5 Monaten, 2024 bei 16,7 Monaten.

Auch die regionalen Unterschiede sind erheblich: In Sachsen werden durchschnittlich 20,4 Monate genannt, in Rheinland-Pfalz 9,2 Monate. Die Zusammensetzung der Verfahren und die Zahl neuer Klagen können die Dauer beeinflussen.
Zum Stichtag 15. August waren bundesweit 196.315 Asylklagen anhängig. Diese Zahl ist ein rückblickender Datenstand; neu ist die nun veröffentlichte Auswertung.