Wer aus beruflichen Gründen weiter weg zieht, verzeichnet im Durchschnitt größere Einkommenszuwächse als bei einem kurzen Umzug. Das zeigt eine am Mittwoch vorgestellte Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels.

Über alle untersuchten berufsbedingten Umzüge lag das monatliche Bruttoeinkommen durchschnittlich um 286 Euro höher. Bei Entfernungen von 200 bis 400 Kilometern betrug der ermittelte Zuwachs 947 Euro, bei mehr als 400 Kilometern 643 Euro.

Umzugskartons und ein Rucksack stehen in einem Flur.
Umzugskartons und ein Rucksack stehen in einem Flur.

Mehr Einkommen bedeutet allerdings nicht automatisch entsprechend mehr verfügbares Geld. Steigende Wohnkosten verringern den Vorteil, besonders bei kürzeren Distanzen. Zudem unterscheiden sich Menschen, die beruflich umziehen, etwa nach Ausbildung und Ausgangseinkommen. Die Durchschnittswerte sind daher keine Garantie, dass ein Umzug bei jeder einzelnen Person denselben finanziellen Effekt auslöst.