Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Digitalgipfel in Berlin am 2. November einen schnelleren Ausbau Künstlicher Intelligenz gefordert. Nach dem Bericht der tagesschau soll Deutschland bis 2030 zu einer führenden KI-Nation werden. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen für die Industrie.

Der Kanzler beschrieb dabei zwei Aufgaben: Bereits verfügbare Modelle sollen schneller praktisch eingesetzt werden. Parallel soll die Forschung an der nächsten Generation vorankommen. Dazu zählt sogenannte physische KI, die etwa bei Maschinen und Robotern mit ihrer Umgebung zusammenwirkt.

Merz verband den technologischen Ausbau mit dem Ziel größerer digitaler Eigenständigkeit. Deutschland soll weniger einseitig von Anbietern aus den Vereinigten Staaten oder China abhängen. Zugleich setzt die Bundesregierung auf internationale Zusammenarbeit, unter anderem mit Frankreich und Kanada.

Der Vorstoß beschreibt eine politische Zielsetzung. Ob daraus ein Wettbewerbsvorsprung entsteht, hängt von der weiteren Umsetzung ab. Der Kanzler verwies außerdem auf den Schutz menschlicher Werte und deutscher Sicherheitsinteressen beim Einsatz der Technik.