Der Bundesrat hat am Freitag eine Initiative gegen besonders gefährliche Challenges in sozialen Netzwerken beschlossen. Die Entschließung geht auf Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zurück. Sie richtet sich gegen Erwachsene, die Minderjährige digital zu schweren Selbstgefährdungen verleiten.
Die Länder fordern dafür eine gezieltere strafrechtliche Regelung. Erfasst werden sollen insbesondere Aufforderungen zu Handlungen, die schwere Verletzungen oder den Tod zur Folge haben können. Konkrete gefährliche Handlungsanleitungen sind für die Einordnung der Initiative nicht erforderlich.

Eine Entschließung ändert das Strafrecht noch nicht. Sie fordert die Bundesregierung zum Handeln auf; ein entsprechendes Gesetz müsste anschließend das parlamentarische Verfahren durchlaufen. Der Vorstoß betrifft damit ein bestimmtes Verhalten gegenüber Minderjährigen, nicht pauschal jede Mutprobe im Internet.