Die Bundesärztekammer hat am 7. Oktober eine geplante Änderung der Finanzierung ambulanter Eingriffe kritisiert. Präsident Klaus Reinhardt richtet sich gegen das vorgesehene Ende der Hybrid-DRGs für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.
Hybrid-DRGs sollen die Vergütung bestimmter Leistungen sektorübergreifend gestalten und den Übergang zu ambulanten Behandlungen unterstützen. Die Koalition plant nach Darstellung der Ärztekammer Änderungen im Zusammenhang mit der Notfallreform.

Reinhardt befürchtet, dass Praxen dadurch aus einem begonnenen Reformprozess ausgeschlossen werden. Nach seiner Einschätzung könnten neue Anreize entstehen, Eingriffe wieder stationär statt ambulant durchzuführen.
Er appelliert an den Bundestag, die Pläne zu ändern. Die Aussagen geben die Position der Bundesärztekammer wieder; die Mitteilung meldet keine bereits wirksame Abschaffung.