Eine am 7. Oktober veröffentlichte Auswertung von BR Data zeigt, wie häufig erneute Prüfungen von Pestizidwirkstoffen zu einem Verbot führten. Untersucht wurden 241 konventionelle Wirkstoffe, für die seit 2011 eine Wiederzulassung anstand.

Bei 54 Stoffen fiel die Entscheidung negativ aus, weil sie gefährlicher waren als zunächst angenommen. Bei zwei weiteren konnte ein Risiko nicht ausgeschlossen werden.

Eine Fachkraft prüft Probenbehälter im Labor.
Eine Fachkraft prüft Probenbehälter im Labor.

Anlass der neuen Analyse ist die aktuelle Debatte im Europäischen Parlament über einen Vorschlag der EU-Kommission. Dieser würde regelmäßige Neubewertungen für viele Wirkstoffe durch eine dauerhafte Zulassung ersetzen.

Der Vorschlag ist noch keine beschlossene Regel. Die Zahlen betreffen historische Verfahren seit 2011 und liefern einen neuen Beitrag zur laufenden Debatte darüber, wie Risiken bei Pflanzenschutzmitteln künftig überprüft werden.